100. Konzertsaison

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100 Jahre
Konzertverein Ingolstadt

Glanzvoller Saisonausklang beim Konzertverein

Die Historische Aufführungspraxis ist seit 20 Jahren überhaupt nicht mehr aus der Musik weg zu denken. Sogar moderne Orchester beschäftigen sich mittlerweile mit Artikulation und Phrasierung um klanglich noch mehr auszuschöpfen. Ein wahrer Originalklang Pionier auf diesem Gebiet ist das Helsinki Baroque Orchestra unter der Leitung von Rene Jakobs. Er kam zusammen mit der belgischen Sopranistin Sophie Karthäuser nach Ingolstadt und setzte einen musikalischen Glanzpunkt zum Ende der 100 jährigen Jubiläumssaison des Konzertvereins.

Die Sendung des INTV können Sie hier sehen.

Die Jahrhundert-Saison
Die Jubiläumsspielzeit des Konzertvereins gehört zu den erfolgreichsten der vergangenen Jahrzehnte 2017/18 kommen weitere große Künstler

Die Zahlen sind eindeutig: Eine so erfolgreiche Saison des Konzertvereins hat es schon lange nicht mehr gegeben. Sie war ohne Einschränkung des Anlasses würdig, den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Konzertveranstalters. Denn das Programm sollte natürlich der großen Tradition des Konzertvereins gerecht werden. Immerhin sind in den vergangenen 100 Jahren die besten und berühmtesten Musiker des Jahrhunderts - von Nikolaus Harnoncourt bis Anne-Sophie Mutter, von Benjamin Britten bis Swjatoslaw Richter - in Ingolstadt aufgetreten
Sogar die Anzahl der Abonnenten ist zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder gestiegen. Derzeit liegt sie bei 626 Vereinsmitgliedern. Insgesamt verkaufte der Konzertverein für die 18 Konzerte mehr als 13 800 Karten. So herrscht große Zufriedenheit bei der Vereinsvorsitzenden Eva-Maria Atzerodt.
Gleich mehrere Konzerte der Jubiläumssaison waren gänzlich oder nahezu vollständig ausverkauft. Am erfolgreichsten war das Neujahrskonzert mit dem Wiener Ensemble "The Philharmonics" mit 1217 Gästen. Kaum weniger gut besucht waren die Abende mit der spanischen Cellistin Sol Gabetta (1196 Besucher) sowie die h-Moll-Messe von Bach dirigiert von Peter Dijkstra und mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks (1162 Besucher). Überraschend viel Publikum fanden auch die zwei Liederabende, die Auftritte von Christian Gerhaher (836) und Christiane Karg (702). Dabei gelten heute bei Konzertveranstaltern Auftritte von Sängern geradezu als Kassengift.

Der DONAUKURIER berichtete am 01.06.2017 Lesen Sie hier weiter.

Atemberaubendes Abschlusskonzert
Das Helsinki-Baroque-Orchestra, René Jacobs und Sophie Karthäuser beeindruckten im Theaterfestsaal in Ingolstadt

Das Jubiläumsprogramm „100 Jahre Konzertverein Ingolstadt“ bot ohne Zweifel spektakuläre Ereignisse, mit Solisten und Ensembles der absoluten Weltspitze.
Großartige Interpreten sorgten an der Donau für unvergessliche Live- Erlebnisse und verknüpften in schier einzigartiger Manier „Alte Musik“ mit Werken der Gegenwart: Beispielsweise die Gesangssolisten, Christian Gerhaher, Christiane Karg, das herausragende Sinfonieorchester aus Moskau, der Chor des Bayerischen Rundfunks, das Armida Quartett, die junge überaus talentierte Nachwuchskünstlerin Raphaela Gromes (Cello), die Weltmusikerin Sol Gabetta (Cello), die wohl gefragteste Klavierinterpretin unserer Tage, Ragna Schirmer, das Mandelring Quartett mit dem in Ingolstadt geborenen Roland Glassl (Viola), The Philharmonics mit Solisten der Berliner und Wiener Philharmoniker oder auch das Mannheimer Mozartorchester mit Martin Stadtfeld (Klavier).
Den krönenden Abschluss dieser sicherlich auf Jahre hinweg einzigartigen Konzertsaison machte wohl eines der besten Ensembles für Musik, gemäß historisch informierter Aufführungspraxis: das Helsinki-Baroque-Orchestra unter der Leitung des Spezialisten für „Originalklangmusik“ und langjährigen Intendanten der Innsbrucker Festwochen, René Jacobs sowie die überaus versierte Mozart-Interpretin, Sophie Karthäuser (Sopran). Gleich zum Auftakt verdeutlichte das Helsinki-Baroque-Orchestra bei einer makellosen Intonation der „Suite“ aus der Oper „Dido und Aeneas“ von Joseph Martin Kraus, wie affektvoll und facettenreich „Alte Musik“ klingen kann. Gerade in diesem Werk wimmelt es von herrlichen Kantilenen, Ausdrucksfinessen, Klang-Schönheiten, und dynamisch erlesen in Szene gesetzter Mehrstimmigkeit, die auch bei Beethovens bekannter Sinfonie Nr. 1 in C-Dur - am Ende des atemberaubenden Konzertes deutlich wurde. ...
Die Augsburger-Allgemeine berichtete am 22.05.2017 von dem Konzert Lesen Sie hier weiter.

Wenn Töne töten könnten
Glanzvoller Saison-Ausklang: Sophie Karthäuser, René Jacobs und das Helsinki Baroque Orchestra beim Konzertverein

Das Orchester wütete, Sophie Karthäuser tobte: "Ah! Perfideo, spergiuro, barbaro traditor" - Ach! Du treuloser, wortbrüchiger, barbarischer Verräter, schmetterte sie in den Saal. Ihr Timbre war dabei von unvergleichlicher Anmut, das Stimmmaterial strahlendes vokales Edelmetall. Kaum zu glauben: So hinreißend schön können Katastrophen sein - zumindest, wenn Sophie Karthäuser singt.
Die Sopranistin gastierte zum Abschluss der Jubiläumssaison 100 Jahre Konzertverein Ingolstadt im Theaterfestsaal. Begleitet wurde Ludwig van Beethovens Konzertarie von einem der erfolgreichsten Pioniere der historischen Aufführungspraxis, dem Belgier René Jacobs am Dirigentenpult des Helsinki Baroque Orchestra. Eine bessere Besetzung für das Festkonzert lässt sich wahrscheinlich kaum finden für diese Arie. Karthäuser macht regelmäßig Furore als Interpretin barocker oder klassischer Sopranpartien.

Der DONAUKURIER berichtete am 22.05.2017 von dem Konzert Lesen Sie hier weiter.

Fotos: Bernhard Schaffer vom Konzert am 19.05.2017

Geometrie der Gefühle
Martin Stadtfeld ist ein grandioser Interpret Johann Sebastian Bachs. In Ingolstadt gastierte er mit dem Mannheimer Mozartorchester und überraschte. Denn der Pianist vermag sich auch in die hochemotionale Musik des Bach-Sohns Johann Christian hineinzudenken.

Martin Stadtfeld sieht aus, als wenn er auf einem Kinderstuhl sitzen würde. Der Pianist hat den Klavierhocker so weit wie nur möglich heruntergeschraubt. Wenn er Bach spielt, öffnet er manchmal die Lippen, als wenn er mitsingen wollte. Und wenn nur seine rechte Hand über die Tasten gleitet, scheint er mit der linken mitdirigieren zu wollen. Das alles sind Marotten, die wir kennen. Nämlich von dem anderen Giganten der Bach-Interpretation, von Glenn Gould (1932–1982). Aber spielt Martin Stadtfeld auch so wie der geniale Kanadier bei seinem Konzert im Ingolstädter Festsaal zusammen mit dem Mannheimer Mozartorchester? Wer Johann Sebastian Bach interpretiert, sitzt immer zwischen allen Stühlen. Kein anderer Meister der Musikgeschichte ist in den vergangenen hundert Jahren so vielfältig, so unterschiedlich gedeutet worden wie der geniale Thomaskantor.

Der DONAUKURIER berichtete am 13./14.05.2017 von dem Konzert Lesen Sie hier weiter.

Fotos: Bernhard Schaffer vom Konzert am 11.05.2017

     

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