101. Konzertsaison

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100 Jahre
Konzertverein Ingolstadt

     

Im Dienst einer großen Geige
Susanne Hou und die Sinfonietta Cracovia beim Konzertverein Ingolstadt

Ein hervorragendes Instrument verpflichtet. Die kanadische Geigerin Yi-Jia Susanne Hou spielt auf der Geige des berühmten Fritz Kreisler (1875-1962). Vorzügliche Violinen wie eben die "ex-Mary Portman, Fritz Kreisler Guarneri del Gesu, Cremona"-Geige von 1735 haben einen sehr eigenen Charakter. Und das war beim Konzert von Susanne Hou durchaus zu spüren. Aber wichtiger ist vielleicht noch etwas anderes: Wer ein so ungewöhnliches Instrument zur Verfügung hat, der beschäftigt sich vermutlich noch intensiver mit den spezifischen Klängen, die damit hervorgebracht werden können, hört noch genauer hin, experimentiert noch nachhaltiger.
Jedenfalls war beim Konzert des Konzertvereins am Mittwochabend im Ingolstädter Festsaal durchaus zu spüren, wie die Geigerin um jeden Ton rang, wie sie mit Klangfarben spielte und immer wieder erstaunliche Kolorierungen hervorbrachte. Den Stil von Fritz Kreisler allerdings imitierte sie dabei keineswegs.
Auffallend waren besonders die langsamen Sätze der beiden Konzerte, die an diesem Abend auf dem Programm standen: des Violinkonzerts in E-Dur von Johann Sebastian Bach und des Violinkonzerts D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart.


Der DONAUKURIER berichtete am 20.04.2018 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Fotos Bernhard Schaffer vom Konzert am 18.04.18

Mit bemerkenswerter Klangfantasie
Die Sinfonietta Cracovia und Susanne Hou beeindrucken mit Werken von Bach und Mozart

Die Sinfonietta Cracovia, das offizielle Orchester der polnischen Hauptstadt Krakau und die kanadische Geigerin Susanne Hou konzertierten auf Einladung des Konzertvereins, um ein vielfältig angelegtes Programm zu präsentieren.
Gleich zu Beginn wurde bei der gefühlvoll intonierten „Symphonia de Nativitate“ eines anonymen Meisters der polnischen Barockzeit sowie bei der „Sinfonia Nr. 10 in h-Moll“, von Felix Mendelssohn Bartholdy, deutlich, wie gepflegt und nuancenreich dieser renommierte Klangkörper – seit Gründung vor allem durch Krzysztof Penderecki gefördert – musizieren kann. Zwar fehlte es vor allem in den schnellen Sätzen etwas an Leidenschaft, Temperament und auch Rasanz: Dennoch formte das Orchester, ohne Dirigent, ganz unprätentiös und scheinbar mühelos eine dezente Grundierung der Werke, musikalisch durchdacht, präzise und wirklich wohl dosiert.
Ganz besonders erfreute die Solistin Susanne Hou (Violine) im Konzertverlauf, bestens begleitet von der Sinfonietta Cracovia, mit der technisch makellosen Interpretation der Violinkonzerte in E-Dur von Bach sowie D-Dur von Mozart.

Die AUGSBURGER ALLGEMEINE berichtete am 20.04.2018 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Foto: Johannes Seifert

     

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