Interview
„Für mich war das wie ein Konzert"
Sie haben noch nie in Ihrem Leben an einem Wettbewerb teilgenommen, warum jetzt gerade beim Konzertverein?
Raphaela Gromes: Das hat sich eigentlich so ergeben. Bei dem Wettstreit um den Musikförderungspreis wird ja von den drei bayerischen Musikhochschulen jeweils ein Musiker vorgeschlagen. In München gab es dazu ein internes Auswahlverfahren. Ich konnte dieses Angebot, für die Musikhochschule München zu spielen am Ende nicht ausschlagen - das ist ja eine große Ehre. Zudem war das mein erstes Studienjahr. Und da habe ich gedacht: Zu Beginn des Studiums kann man ja auch mal mit alten Traditionen brechen. Und außerdem war es ja kein richtiger Wettbewerb, in dem man nur vor einer Jury spielt, sondern eher ein Konzert.
Haben Sie sich bei Ihrem Auftritt nun mehr wie bei einem Wettbewerb oder wie bei einem Konzert gefiihlt?
Gromes: Vorher hatte ich schon mehr Lampenfieber als sonst. Aber währenddessen war es für mich wie ein ganz normales Konzert. Ich bin einfach in der Musik aufgegangen, und das ist das, was ich am liebsten tue.
Was bedeutet Ihnen dieser Preis?
Gromes: Sehr viel, es ist ja meine erste Auszeichnung. Vielleicht kann ich mich ja jetzt überwinden, doch öfter mal bei einem Wettbewerb teilzunehmen.
Was ist Ihr Traum vom Leben?
Gromes: Ich möchte mich weiterhin mit der Musik ausdrücken können und dabei möglichst viele Menschen erreichen. Was ich beruflich machen werde, ist für mich noch offen. Natürlich kann man sich am besten als Solist entfalten. Aber auch in einem Opernorchester zu spielen, würde mir sehr gut gefallen, da ich Opern über alles liebe.
Das Gespräch führte Jesko Schulze-Reimpell.