101. Konzertsaison

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Bayer. Kammerphilharmonie

Montag, 11. Dezember 2017

Bayerische Kammerphiharmonie

Reinhard Göbel, Leitung

Biografie bayerische-kammerphilharmonie.pdf [2.716 KB]

Biografie Reinhard Göbel.pdf [189 KB]

Bruno Delepelaire, Violoncello

Biografie Bruno Delepelaire.pdf [53 KB]

Vortragsfolge  
Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)
 
  Sinfonia d-Moll
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)  
  Konzert für Violoncello in B-Dur
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)  
  Konzert für Violoncello in a-Moll
Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)  
  Sinfonia D-Dur

Elegante Dramatik
Reinhard Goebel dirigiert die Bayerische Kammerphilharmonie

In dem Buch "Was der Mann trägt: Gut angezogen in zwölf Schritten" kann man nachlesen, wie man eine Bauchbinde zum Frack oder Smoking anlegt. Reinhard Goebel trägt eine in Rot, klassisch abgestimmt auf die rote Fliege. Das kleidet ihn wirklich gut, den Mann, der musikalische Aufführungsgeschichte geschrieben hat: Als Barockgeigenvirtuose und Leiter der legendären "Musica Antiqua Köln" hat er Repertoire und Spielweise der barocken Kammermusik neu definiert. Es bleibt unvergessen, wie er Bachs Brandenburgische Konzerte interpretierte: rau, drängend, impulsiv, manchmal im Highspeed-Tempo. Nun vermittelt der ehemalige Rebell sein Wissen dem Establishment. Bedeutende Symphonieorchester wie die des Leipziger Gewandhauses, der Züricher Tonhalle, des Bayerischen Rundfunks hat er dirigiert.

Für den Konzertverein Ingolstadt steht er am Pult vor der Bayerischen Kammerphilharmonie aus Augsburg, die in kleiner Streicherbesetzung wirklich kammermusikalisch agiert, angetrieben von den feinfühlig elektrisierenden Impulsen Goebels. Der Mann scheint geradezu unter Spannung zu stehen, mit präzise schnellenden Armbewegungen, immer auf Kontraste, Akzente, plötzliche Einsätze lauernd, die dann mit dem Taktstock sozusagen punktgenau aufgespießt werden. Die schnellen Sätze kommen damit sehr agil und wendig rüber, ohne hektisch oder spitz zu wirken, da die Augsburger trotz allem geschmeidig und souverän phrasieren. Mit wenig Vibrato erzeugen sie einen zumeist glasklaren, seidig schimmernden Klang.

Der DONAUKURIER berichtete am 13.12.2017 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Fotos Bernhard Schaffer vom Konzert am 11.12.17

Bach - Abend mit Bayerischer Kammerphilharmonie
von Johannes Seifert

Es kann sehr spannend sein, einen ganzen Konzertabend der Musik der Bach- Söhne, Carl Philipp Emanuel, Wilhelm Friedemann und Johann Christoph Friedrich zu lauschen. In ihren Notationen heben sich alle drei doch sehr deutlich ab vom ihrem so berühmten Vater, Johann Sebastian Bach. Dessen Söhne gelten vielfach als Wegbereiter der musikalischen Klassik. Gerade in Sachen Harmonik und Ausdrucksvielfalt scheint dabei besonders Wilhelm Friedemann Bach prägend zu sein.
Die Bayerische Kammerphilharmonie war erstmals beim Konzertverein im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt zu Gast, um unter der Leitung von Reinhard Goebel und im wundervollen Zusammenwirken mit Bruno Delepelaire ( Cello) , mit eben genau dieser Musik der Bach – Söhne zu beeindrucken.
Diese Werke der Vorklassik sind geprägt von großer Leidenschaft und verlangen vom Orchesterapparat enorme Vielseitigkeit. Dies betonte auch der Experte, Hochschullehrer und erster Gastdirigent der Kammerphilharmonie Reinhard Goebel im Gespräch , dass wir vor dem herausragenden Konzert beim Konzertverein Ingolstadt führen konnten.

Diesen Bericht können Sie hier hören.