103. Konzertsaison

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Saison 2019/2020

Edel, ausbalanciert, stilgerecht
Das Slowakische Radio Sinfonieorchester Bratislava trat mit dem Geiger Noé Inui in Ingolstadt auf

Das international bekannte Slowakische Radio Sinfonieorchester Bratislava war im nahezu ausverkauften Theaterfestsaal des Stadttheaters Ingolstadt in einem Sonderkonzert im Rahmen der Abo-Reihe des Konzertvereins zu erleben. Das Orchester erfreute dabei mit einem überaus ansprechenden Programm, der letzten Sinfonie von Peter I. Tschaikowsky, Pathétique, der Coriolan-Ouvertüre von Ludwig v. Beethoven und Dvoraks Violinkonzert in a-Moll. Seit 2007 leitet der slowakische Dirigent Mario Kosik die Geschicke des Orchesters. Das Konzert stand aber unter der glanzvollen Leitung des isländischen Dirigenten Gudni A. Emilsson, der ebenso Chefdirigent des Thailand Philharmonic Orchestra in Bangkok ist.
Ohne Zweifel ist dieser renommierte Klangkörper in der Lage, mit exakter Linienführung, dynamischen Finessen und sensibel angelegter Intonation zu beeindrucken. In den schnellen Sätzen der Ouvertüre und auch bei Tschaikowsky wirkte der Klang homogen, rhythmisch prägnant und transparent. Somit gelang eine Musikdarbietung besonderer Güte, vielfach edel, wohl ausbalanciert und stilgerecht.
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE berichtete von dem Konzert mehr lesen.

Gediegene Orchesterkultur
Das Radio Sinfonieorchester Bratislava und der Geiger Noé Inui gastieren beim Konzertverein Ingolstadt
Es ist zweifellos verdienstvoll, dass der Konzertverein Ingolstadt in den vergangenen Jahren immer wieder bemerkenswerte Orchester aus Osteuropa eingeladen hat, die international fast völlig unbekannt sind und doch durchaus auf hohem Niveau spielen. Dazu zählt etwa das Staatliche Symphonieorchester Russland, die Slowakische Philharmonie oder die Philharmonie Kiew. Und sicher auch das 1929 gegründete Radio Sinfonieorchester Bratislava, das Mittwochabend im Ingolstädter Theaterfestsaal gastierte.
Das Orchester eröffnete das Konzert mit Ludwig van Beethovens "Coriolan-Ouvertüre" und zeigte dabei gleich, was für vorzügliche Musiker in seinen Reihen sitzen. Straff und erschütternd der Anfang des Werks mit dem langanhaltenden Streicherunisono, das durch einen abgerissenen Tuttischlag abrupt beendet wird. Dirigent Gudni Emilsson leitete dann geschickt über zu dem unruhigen, sich allmählich steigernden zweiten Thema: das Porträt des Feldherrn als wechselhaften, cholerischen Charakter.
DONAUKURIER berichtete von dem Konzert mehr lesen.

Traum und Drama
Mariella Haubs und Vardan Mamikonian beim Konzertverein Ingolstadt
"Quasi come d'un concerto" - fast wie ein Konzert komponiert - hat Ludwig van Beethoven auf das Titelblatt seiner "Kreutzer-Sonate" geschrieben: ein Stück, das wegen seiner Wildheit, seiner Experimentierlust, seiner Zügellosigkeit aus dem Rahmen fällt.
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Wie kann man die Faszination dieser Musik, ihre Naturgewalt heute noch vermitteln? In einer Zeit, in der die Musikgeschichte sich 200 Jahre weiterentwickelt hat, harmonisch kühner, melodisch gewagter ist? Die erste 24 Jahre alte Münchner Geigerin Mariella Haubs gelang das an der Seite des ungleich erfahreneren, in Paris und Ingolstadt lebenden Pianisten Vardan Mamikonian bei ihrem Konzertabend im Ingolstädter Festsaal erstaunlich souverän.
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Mariella Haubs, die bisher im Konzertbetrieb noch nicht sehr präsent ist, ist eine hochbegabte Geigerin, die Nuancen und Klänge produziert, die Dramatik zu inszenieren weiß, die verblüfft. Eine Geigerin, die musikalisch etwas zu sagen hat.
DONAUKURIER berichtete am 25.10.2019 von dem Konzert mehr lesen.

Das Orion-Streichtrio begeistert mit abwechslungsreichem Programm
Musikalische Gefühlswelten

Musik habe den Zweck, Gefühle beim Publikum zu wecken - das soll der Komponist Alfred Schnittke einmal gesagt haben.
Diese Aufgabe hat sich am vergangenen Donnerstagabend auch das Orion-Streichtrio im Ingolstädter Festsaal im Stadttheater vorgenommen. Auf Einladung des Konzertvereins Ingolstadt präsentierten die drei Musiker ein Programm zum Schwelgen, aber auch eines mit Ecken und Kanten.
Die Ecken und Kanten standen sicher im Mittelpunkt des "Streichtrios" von Alfred Schnittke. Sein zweisätziges Werk basiert auf der simplen Melodie des Geburtstagsliedes "Happy Birthday", da Schnittke es als Auftragsarbeit zum 100. Geburtstag von Komponist Alban Berg geschrieben hat. Wer im Publikum aber ein fröhliches Geburtstagsständchen erwartet hatte, wurde überrascht: Nachdem das Orion-Streichtrio das Motiv romantisch liebevoll vorstellte, bohrten sich anschließend kantige Harmonien in Moll und Dur, hämmernde Staccato-Rhythmen und wuchtige Akkorde in die Ohren der Zuhörer. Geigerin Soyoung Yoon, Veit Hertenstein an der Viola und Cellist Sebastian Klinger gingen schwungvoll mit ihren Bögen in die Saiten und warfen sich die komplexen Akkorde und Motive gegenseitig zu, so dass sich ihre Energie auf das Publikum übertrug. Musikalisch vollbrachten die drei Musiker ein Meisterwerk, da Sebastian Klinger für den erkrankten Cellisten Benjamin Gregor-Smith eingesprungen war und die Probenzeit für das Trio nur sehr kurz war. Trotzdem schaffte das Ensemble es, das technisch und interpretatorisch schwierige Stück lebendig werden zu lassen - mit viel Gefühl, denn so erschloss sich das komplexe Werk auch für das Publikum am besten: Kopf aus, Gefühl an. Nach dem heiteren "Allegro" des unvollendeten "Streichtrio in B-Dur" von Franz Schubert vermittelte das Ensemble dem Publikum das Gefühl der Leichtfüßigkeit bei Zoltán Kodálys an ungarische Volksmusik erinnerndem "Intermezzo für Streichtrio". Mit den vier Sätzen der "Miniatures" von Antonin Dvo? ák hatte das Trio ein Wechselbad der Gefühle im Programm. Die "Cavatine" schwebte romantisch vor sich hin, während im "Capriccio" energischere Bogenstriche die markanten Motive akzentuierten. Die liebliche Melodie der "Romanze" sang Soyoung Yoon auf ihrer Violine buchstäblich über den Begleitstimmen träumerisch vor sich hin, während das Trio in der "Ballade" tief traurig vor sich hin seufzte.
Der DONAUKURIER berichtete am 12/13.10.2019 von dem Konzert mehr lesen.

Von höchster Feingliedrigkeit zu eruptiven Urgewalten
Das Busch Klaviertrio eröffnet phänomenal die neue Konzertvereins-Saison mit Mozart, Mendelssohn und Schubert

Was für eine wunderbare Fügung!Mit dem Auftritt des Busch Klaviertrios aus England beim Konzertverein kam zum Spielzeit-Auftakt nicht nur ein europaweit ausgezeichnetes Kammerensemble nach Ingolstadt, sondern es kehrte auch die wertvolle Geige des berühmten namensgebenden Violinisten Adolf Busch, mit der er im März 1933 hier sein letztes Konzert vor seiner Emigration gegeben hatte, noch einmal zurück. Denn genau dieses Instrument, eine Guadagnini, spielt heute der niederländische Geiger Mathieu van Bellen. Und das tut er im kongenialen Verbund mit seinen Partnern, den Brüdern Ori und Omri Epstein (Cello und Klavier) in geradezu exorbitanter Manier.
Zunächst in Mozarts letztem G-Dur-Trio KV 564, einer zauberhaften Miniatur-Kostbarkeit, welche vor allem durch ihre heitere Schlichtheit, durch fröhliche Unbeschwertheit besticht. Die drei Musiker gehen aber voll sprühender Energie noch weit über solche Qualitäten hinaus, kleiden sie in vornehme Brillanz, in galante Zartheit, sprudelnde Lebendigkeit und temperamentvolle Finesse. Besonders im tänzerischen Siciliano-Rhythmus des abschließenden Allegretto fördern sie eine unbändige, förmlich lächelnde Gelöstheit zu Tage.
Der DONAUKURIER berichtete am 27.09.2019 von dem Konzert mehr lesen.